California, here I am …

So endlich habe ich en Laptop, Internet und vor allem auch Zeit um ein paar Zeilen zu schreiben.

Der Flug von FFM nach ENG verlief reibungslos und war auch nichts für mich. Vor mir lag nun der längste Flug meines Lebens.

Wenn man ab und zu Schlaf findet und sich mit den anderen Passagieren unterhalten kann, vergehen 10 Stunden auch schnell, fast wie im Flug ;)

In L.A. bin ich dann um 13h angekommen. Nachdem dann alle Formalitäten geklärt waren konnte ich den Flughafen verlassen. Mit der Adresse im Hosensack habe ich einen Taxifahrer gefragt wie teurer die Fahrt nach Fullerton werden würde, er meinte pro Mille wären es 3$ und bei 35 Meilen war mir das zu teuer. Zum Glück gab’s dort auch ein Shuttleservice am Airport der mich für 38$ + Trinkgeld zum University-Village (UV) gebracht hat.

Dort angekommen wurde ich freundlich an der Rezeption empfangen, die Dame meinte dann noch scherzhaft “wow another german, I think you guys can take over soon”. Ich habe eigentlich auch nicht damit gerechnet, dass so viele Deutsche hier sind. Mir wurden dann erstmal die Schlüssel überreicht und man hat mir mein Appartement gezeigt. Schon auf dem Weg in mein Apartment habe ich Bekanntschaft geschlossen. Meine beiden Mitbewohner heißen Yusuke aus Japan und Abdullah aus Kuwait.

Wie gesagt kann man hier sehr schnell sehr viele Leute kennen lernen, so kam es auch dass ich mich am ersten Tag einer Gruppe angeschlossen habe die gerade einkaufen ging. Der nächste Supermark ist 10min um die Ecke. Dort habe ich mir Bettzeugs, Seife, Wasser und was man sonst so an Grundausstattung benötigt zugelegt. Die nächsten beiden Tage war ich dann wieder Einkaufen, so dass mein Bedarf nun fürs erste gedeckt sein dürfte.

Hier im UV gibt es Breakfast, Lunch und Dinner. Als ich am ersten Tag dann zum ersten Mal am Dinner teilgenommen habe, wollte ich als Getränk lediglich Sprudel, ich ging also an den Getränkeautomaten mit meinem leeren Becher und habe aus über 8 Auswahlmöglichkeiten kein Wasser gefunden,

lediglich Getränke in den unterschiedlichsten Farbtönen. Ich musste also nachfragen wo es Wasser gibt. Man hat mir dann am Automaten einen fast nicht sichtbaren kleinen Hebel gezeigt und wenn man den drückt kommt aus dem Pepsi-Ausguss tatsächlich Wasser raus.

Am 19. und 20. hatten wir “orientation” an der Uni, dort wurden wir dann über die Abläufe an der Uni aufgeklärt. Am zweiten Tag gab es sogar Frühstück und gegen Mittag hat man uns alle (400 internationale Studenten die jetzt auch erst starten) mit Bussen zur “Eldorado Ranch” gebracht. So heißt der Wohnsitz des Präsidenten der Uni. Auf der Ranch hat man uns Mittagessen spendiert und natürlich gab es auch jede Menge Reden.

Beim Mittagessen mit dem Präsidenten habe ich wieder neue Studenten kennengelernt, wir verstehen uns ganz gut, so dass wir zu viert ab und zu etwas unternehmen. Thomas hat sogar ein Auto das weit mehr heruntergekommen ist als mein 2er Golf jemals war … aber es fährt :)

Auf ner Hausparty war ich auch schon, es ist ungefähr so wie in den Filmen nur mit mehr Gangstern, Latinos und Kiffern.

Nachdem Wochenende war es dann soweit, meine erste Vorlesung an einer amerikanischen Uni. Zum Glück habe ich alle meine gewünschten Kurse erhalten und muss somit nicht die Kurse „crashen“. (crashen: Versuchen/betteln in einen bereits überfüllten Kurs zu kommen) Einziges Problem: Mein Programmierkurs ist Samstags (also jeden Samstag), das geht natürlich nicht, zudem war die Programmiersprache in Java, der Kurs wäre also auf jeden Fall nichts neues für mich gewesen. Daher bin ich da wieder raus und habe mir einen anderen Kurs gesucht. Also musste ich im Endeffekt doch “crashen” aber das verlief bei mir ganz reibungslos. Vorlesungen habe ich nun von Mo – Do.

Ach ja, am Strand waren wir auch schon zweimal. Wir waren am Huntington Beach und ich glaube nur die Amis bringen es fertig neben den Strand ein Kraftwerk zu bauen, es sah auf jeden Fall so aus.

Gestern Abend haben wir zum ersten Mal gegrillt und dabei Beer Pong gespielt. Beer Pong ist hier in den Staaten ein sehr beliebtes Trinkspiel, es gibt sogar Turniere.

So genug Text fürs Erste, hier geht’s zu den ausgewählten Bildern.